Der Begriff Meterspur bezeichnet bei Eisen- und Strassenbahnen eine Spurweite von 1000 mm.
Mit Ausnahme von Australien/Ozeanien und Nordamerika findet man diese Spurweite auf allen Kontinenten, oft auch als Spurweite der Hauptbahnen.


Ein Teil des indischen Eisenbahnnetzes ist in Meterspur ausgeführt. Seit 1992 werden diese Strecken teilweise auf die dortige Breitspur umgebaut. Ein weiteres bedeutendes Meterspurnetz gibt es in Tansania, Kenia und Uganda (siehe auch Uganda_Railway).

Dort fuhr auch die grösste Meterspur-Lokomotive der Welt, die Klasse 59 der ehememaligen East African Railways, eine Garratt-Gelenklokomotive.

In Europa besitzt heute Spanien das grösste Meterspurnetz (vor allem in Nordspanien - siehe FEVE - und auf Mallorca). Auch auf der Peloponnes in Griechenland und in Süditalien gibt es ausgedehnte Meterspurnetze, und bis Ende der 1940er Jahre gab es sie auch in Frankreich und Norditalien.

In Deutschland wurde die Meterspur erstmals bei der Feldabahn und anderen Nebenbahnen wie der Chiemsee-Bahn sowie bei Strassenbahnen verwendet. Das grösste zusammenhängende Meterspurnetz ist in Deutschland die Harzquerbahn mit der Brockenbahn, das zudem mit dem Netz der Strassenbahn Nordhausen verbunden ist.

Ein weiteres grosses und zusammenhängendes Meterspurnetz findet man in der Schweiz. Die Bergstrecken, auf denen auch Fernzüge verkehren (z. B. der Glacier-Express), werden überwiegend von der Rhätischen Bahn (RhB) betrieben. In diesem Netz befindet sich auch der längste Meterspur-Tunnel der Welt, der Vereina-Tunnel.

Bedingt durch die von der Spurweite abhängigen Kurvenradien können sich in Meterspur gebaute Eisenbahnen besser an den Geländeverlauf anpassen, so dass solche Trassen im Vergleich mit normalspurigen kostengünstiger herzustellen sind bzw. besonders für Bergstrecken geeignet sind. Auch Brücken und Tunnels können entsprechend kleiner dimensioniert werden.


Die Meterspurbahnen im schweizerischen öV: 27% des Schienennetzes schweizerischer Bahnen basieren auf der Meterspur. Das sind 1382 Kilometer. Meterspurbahnen bewähren sich im regionalen und im Agglomerationsverkehr des Mittellandes so gut wie in Berggebieten. Pendler schätzen ihre Leistungen ebenso wie Ausflügler und Touristen. Die Meterspur geht mit Ressourcen schonend um. Meterspur sind regional verankerte Unternehmen mit hohen Sympathiewerten in der Bevölkerung. Sie sind diversifiziert (Regionalbus, Reisebüros, Tour Operating) und nutzen damit die Kundenbeziehung optimal.

Die wichtigsten Vorteile, welche die Meterspurigen auszeichnen:
  • Sie sind wendig und raumsparend. Schlank organisiert.
  • Sie erbringen Leistungen effizient, kostengünstig bskosten.
  • Lange Traditionen. Bewährte Strukturen. Regional stark verankert.
  • Grosse Erfahrungen im Sommer- und Wintertourismus.